Kieler Förde mit Laboe

Der Badeort Laboe (ausgesprochen Labö) besteht aus Ober und Unterdorf

Im Laboer Hafen liegen sowohl Jachten als auch Fischkutter. Fährschiffe nach Kiel (ca. 1 Stunde Fahrt) legen von hier ab.

Der Tourismus ist mittlerweile zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor Laboes geworden.


Strand

Beeindruckend und Aushängeschild ist der zwei Kilometer lange, 50m breite feine Sandstrand.

Am Strand mit mehreren Spielplätzen liegt das Meerwasserhallenbad, als Alternative bei schlechterem Wetter.

Trampolin und Beach-Volleyball Felder komplettieren das Angebot am Sandstrand.

Marine Ehrenmal Laboe

Am Strandende steht das 85m hohe Marine-Ehrenmal, zwei Fahrstühle oder 341 Stufen führen zur Aussichtsplattform. Die Form ist dem Achterstevens eines Schiffes nachgebildet.

Vor dem Ehrenmal am Strand befindet sich das U-995, dessen Inneres besichtigt werden kann. (der gleiche Typ wurde in Wolfgang Petersens Film „Das Boot“ verwendet.)

Meeresbiologische Station in Laboe

Die Meeresbiologische Station in Laboe ist eine private Einrichtung, die seit Mai 1999 einem breit gefächerten Publikum die einzigartige Möglichkeit bietet, einen tiefgreifenden Einblick in die Unterwasserwelt der Ostsee zu erhalten.

U-Boot-Ehrenmal Möltenort

Über den Fördewanderweg zu Fuß oder mit dem Rad gelangt man bequem zum U-Boot-Ehrenmal Möltenort . Es ist die Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der deutschen U-Boot-Einheiten sowie für alle Opfer des U-Boot-Krieges. Darüber hinaus wird auch der im Dienst ums Leben gekommenen U-Boot-Fahrer der Bundeswehr gedacht.
In einem bogenförmigen Rundgang werden auf 115 Bronzetafeln die gefallenen deutschen U-Boot-Fahrer der Kaiserlichen Marine und der Kriegsmarine, sowie die bei der Deutschen Marine im Dienst verunglückten Soldaten namentlich genannt. Die Anzahl der gefallenen U-Boot-Fahrer der Deutschen Marine wird auf zwei Tafeln wie folgt angegeben: 1914-1918 4744 Gefallene 200 verlorene U-Boote 1939-1945 30.002 Gefallene 739 verlorene U-Boote[

Die Landeshauptstadt Kiel mit dem Nord Ostsee Kanal

Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK; internationale Bezeichnung Kiel Canal, in Deutschland bis 1948 Kaiser-Wilhelm-Kanal) verbindet die Nordsee (Elbmündung) mit der Ostsee (Kieler Förde). Diese Bundeswasserstraße ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße für Seeschiffe weltweit. Im Jahr 2014 passierten ihn rund 32.600 Schiffe. Der Kanal durchquert mit einer Länge von knapp 100 Kilometern das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau und erspart die Fahrt um die Kimbrische Halbinsel (Jütland) durch Skagerrak und Kattegat.

Mit dem Kanal ist die Wegstrecke je nach Abfahrts- und Zielhafen im Schnitt 250 Seemeilen (rund 460 km) kürzer.

Abschied aus der Kaiserzeit

Nach acht Jahren Bauzeit wurde der 98,637 Kilometer lange Kanal am 21.Juni 1895 durch Wilhelm II. eröffnet.

Die Modernisierung des 120 Jahre alten Nord-Ostsee-Kanals ist in Gang gekommen.

Maßnahmen:

Fünfte Schleuse in Brunsbüttel:Der Neubau läuft seit April 2015. Es müssen 1,7 Millionen Kubikmeter Boden in Schuten abtransportiert werden. Die Verkehrsfreigabe ist für das zweite Halbjahr 2020 geplant. Es sind Gesamtausgaben in Höhe von 540 Millionen Euro vorgesehen.

Schleuse Kiel Holtenau:Erst sollen die kleinen Kammern saniert werden, dann die beiden großen. Planungsstand Juni 2015: Planungen laufen noch, daher liegen keine Angaben über die konkreten Kosten vor. Als Sanierungsdauer werden zwölf Jahre geschätzt.

Ausbau der Oststrecke:Rund 20 Kilometer westlich von Kiel werden begradigt und verbreitert, um Größeren Schiffen die Passage zu erleichtern. Für die Arbeiten sind rund zehn Jahre geplant, die Kosten werden sich voraussichtlich auf 280 Millionen Euro belaufen.

Levensauer Hochbrücke:Die 100 Jahre alte Hochbrücke über den Kanal bei Kiel soll ersetzt werden. Als frühestmöglicher Baubeginn gilt 2018. Die Bauzeit wird mit 3 Jahren angegeben, die geschätzten Kosten mit 50 Millionen Euro.

Düker Holtenau:Die Versorgungschächte für die Schleusenanlage werden nach mehr als 100 Jahren bei laufendem Schiffsverkehr erneuert. Abschluss der Arbeiten 2016, Kosten ca. 20 Millionen Euro.

Kanalvertiefung:Ziel ist eine Vertiefung um einen Meter. Die Realisierung wird frühestens nach weitgehendem Abschluss des Ausbaues der Oststrecke erfolgen.